BÖHKE & COMPAGNIE VERMÖGENSVERWALTUNGSFONDS - Q2 RÜCKBLICK

Katastrophale Konjunkturdaten zeigten im April die ersten Auswirkungen der Corona-Maßnahmen und deuteten allesamt auf einen wirtschaftlichen Rückgang hin. Die globalen Lockdowns führten in kürzester Zeit zu einer unausweichlichen Rezession. Demgegenüber zeigten sich die Finanzmärkte jedoch überwiegend unbeeindruckt. Insbesondere amerikanische Aktienindizes konnten sich im April schnell von den Tiefständen erholen und Kursanstiege von über 10% vorweisen. Auch die zunehmend negativen Gewinnrevisionen konnten die Kursanstiege nicht bremsen, sodass die Aktienbewertungen deutlich gestiegen sind. Allerdings waren neben dem optimistischen Teil der Anleger auch vorsichtige Investoren vertreten, welche den wirtschaftlichen Risiken der Corona-Bekämpfung mehr Gewicht gaben und Sicherheit in Gold und Staatsanleihen suchten.

Im Mai wiesen erste Konjunkturdaten auf ein Abflachen des wirtschaftlichen Rückganges hin, standen jedoch nach wie vor auf Kontraktion. Eine V-förmige Erholung, wie sie von vielen Experten vermutet wurde, blieb aus. Zwar haben erste Staaten Lockerungsmaßnahmen durchgesetzt und die fiskal- und geldpolitischen Maßnahmen zeigten langsam Wirkung, jedoch konnten diese Maßnahmen den Konsum und das Vertrauen in der Gesellschaft nicht so schnell zurückgewinnen wie erhofft. An den Kapitalmärkten waren weiterhin verschiedene Ansichten vertreten. Während positiv gestimmte Investoren wieder vermehrt in Aktien der Technologie- und Pharmabranche investierten, hielten vorsichtige Marktteilnehmer ihr Geld nach wie vor in Gold und Staatsanleihen.

Im Juni konnten die Wirtschaftsdaten nun positiv überraschen und unterstützten den Optimismus der Anleger. Im Vergleich zum Mai wiesen die Daten auf eine stärkere Abflachung des konjunkturellen Rückgangs hin. Erste Frühindikatoren wie beispielsweise in Frankreich, deuteten sogar bereits auf eine Expansion im Vergleich zum Vormonat hin. Demgegenüber sorgten jedoch weiterhin die Risiken, wie die anhaltende Corona-Bekämpfung in vielen Teilen der Welt und geopolitische Handelskonflikte, für eine erhöhte Volatilität an den Märkten.

Wie oben bereits beschrieben, suchten Anleger im zweiten Quartal insbesondere nach Technologie- und Pharmatiteln. Aufgrund des vergleichsweisen höheren Anteiles solcher Branchen konnten amerikanische Indizes eine bessere Performance als andere Regionen vorweisen. In der zweiten Hälfte des Junis sorgten indessen Ängste vor erneuten Lockdowns in den USA und ein besseres Corona-Management in Europa zu einer Umschichtung der Nachfrage, sodass europäische Indizes, wie beispielsweise der DAX, den Performanceabstand wieder reduzieren konnten.

 

Aufgrund der anhaltenden Unsicherheit blieben wir im April weiterhin defensiv aufgestellt. Wir haben unsere Aktienquote reduziert und einen hohen Anteil an Liquidität und Gold gehalten. Währenddessen haben wir Gewinne bei Titeln wie Activision Blizzard und Microsoft realisiert, die sich im Rahmen der Krise prächtig entwickelt haben. Als sich im Mai noch keine klaren Anzeichen auf eine wirtschaftliche Erholung gezeigt haben, hielten wir an unserer defensiven Aufstellung fest und reduzierten unseren Anteil zyklischer Titel wie BASF und 3M. Die dazugewonnene Liquidität nutzten wir, um in Unternehmen zu investieren, deren Geschäftsmodell kaum von Corona betroffen war oder sogar davon profitierte. Darunter waren insbesondere technologiebasierte Firmen wie NVIDIA und Synopsys. Durch diese Maßnahme waren wir in der Lage, die Fondsperformance im zweiten Quartal wieder in Richtung Gewinnzone zu lenken. Zum 07.07.2020 liegt diese bei -1,62%.

Wann und wie stark eine wirtschaftliche Erholung eintreten wird, ist noch ungewiss. Die kommende Berichtsaison wird neue Impulse für den Kapitalmarkt liefern. So werden die Geschäftsausblicke der Unternehmen eine bessere Abschätzung über die weitere wirtschaftliche Entwicklung geben können.

Dementsprechend haben wir unsere Portfolioausrichtung mit einer Aktienquote von 40% neutral aufgestellt. Zu unserer defensiven Aufstellung haben wir einzelne zyklische Titel ergänzt, welche im Rahmen einer wirtschaftlichen Erholung ein höheres Kurspotenzial aufweisen.

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