BÖHKE INSIGHTS Q2

April

Freundliche Konjunkturzahlen sowie überwiegend positive Q1-Unternehmenszahlen stärkten zu Beginn des zweiten Quartals die Risikobereitschaft der Marktteilnehmer, weshalb die Aktienmärkte ihre Aufwärtsbewegung fortsetzten. Weil ein Großteil der Technologieunternehmen die Analystenerwartungen übertreffen konnten, waren IT-Aktien besonders stark gefragt. Das Ende des Renditeanstiegs von US-Anleihen sowie positivere Wirtschaftsaussichten in Europa sorgten zugleich für eine abnehmende Attraktivität des US-Dollars. Der EUR/USD Kurs stieg folglich wieder über den Wert von 1,20, sodass Investitionen in US-Dollar mit deutlichen Verlusten einhergingen.

Wir haben die Unterbewertung des Euros früh erkannt und uns im April entsprechend gegen einen Anstieg des EUR/USD-Kurses abgesichert und konnten somit die Verluste auf der USD-Seite teilweise begrenzen. Des Weiteren konnten wir aufgrund unseres hohen Anteils an Technologieaktien besonders stark an den Kursanstiegen partizipieren und somit zum Monatsultimo eine Performance seit Jahresbeginn von 3,26% erzielen.

Während erfreuliche Unternehmens- und Konjunkturzahlen sowie Impffortschritte für eine weiterhin positive Aktienmarktentwicklung sprachen, deuteten Warnsignale wie gestiegene Bewertungsniveaus und wachsende Inflationssorgen auf temporäre Kursrücksetzer hin. Entsprechend wurde unsere Asset-Allokation neutral ausgerichtet.
 

Mai

Zunehmende Impffortschritte und die damit verbundene Öffnung der Wirtschaft in Europa führten im Mai zu einer starken Nachfrage nach europäischen Aktien. Die überraschend hohe US-Inflation von 4,2% sowie schlechter als erwartete Arbeitsmarktdaten dämpften demgegenüber die Kursanstiege US-amerikanischer Aktien. Der Goldpreis konnte wiederrum von der erhöhten Inflation profitieren.

Im Zuge der gestiegenen Attraktivität europäischer Aktien, haben wir unsere Gewichtung in dieser Region zu Lasten US-amerikanischer Aktien erhöht. Des Weiteren antizipierten wir eine erhöhte Inflation und einen steigenden Goldpreis, weshalb wir frühzeitig unseren Anteil an Gold sowie Goldminen-Aktien aufgebaut haben. Diese Investitionen konnten bis Ende Mai Performancezuwächse von bis zu 16% vorweisen.

Weil die anhaltenden Inflationssorgen die Märkte weiterhin in Bewegung gehalten haben, richteten wir unsere Aktienquote weiterhin neutral aus. Den Fokus setzten wir dabei auf qualitätsstarke und niedrig bewertete Unternehmen aus defensiveren Sektoren wie beispielsweise Gesundheit, die zum einen höhere Wachstumspotentiale als andere Branchen hatten und zum anderen ein geringeres Schwankungsrisiko als der Gesamtmarkt vorweisen konnten.
 

Juni

Im Juni investierten Anleger wieder verstärkt in Wertpapiere wie Technologieaktien und Anleihen, die in den letzten Monaten durch hohe Inflationserwartungen unter Druck geraten sind. Das lässt darauf schließen, dass viele Investoren ihre Inflationssorgen nun teilweise abgelegt haben. Zugleich bekräftigte der Fed-Präsident Jerome Powell erneut, dass die hohe Inflation in den USA seitens der US-Zentralbank nur als temporär erachtet wird, was die Nachfrage nach Tech-Aktien zusätzlich bestärkt hat.

Mit unserem hohen Anteil an Technologieaktien im Portfolio (ca. 30%) konnten wir erneut besonders stark von den Kursanstiegen profitieren. Entsprechend verzeichneten Unternehmen wie NVIDIA und PayPal die größten Performancebeiträge in unserem Portfolio. Die Performance seit Jahresbeginn konnten wir per 30 Juni auf 5,17% erhöhen.
 

Ausblick

Während geringere Inflationssorgen sowie die vermehrt auftretende Delta-Variante des Coronavirus für eine weiterhin hohe Nachfrage nach Technologieunternehmen sprechen, bleiben Branchen wie Industrie und zyklischer Konsum aufgrund der bestehenden globalen Konjunkturerholung sowie teilweise günstigeren Bewertungen als IT-Aktien weiterhin attraktiv. Aus diesem Grund bleibt unsere Branchenverteilung nach wie vor diversifiziert. Des Weiteren sprechen positive Konjunkturdaten sowie eine baldige Reduzierung der Anleihenkäufe seitens der Fed für wieder steigende Zinsen bis zum Ende des Jahres, weshalb die Kursanstiege der Anleihen nur temporär anhalten dürften.

In den nächsten Wochen werden die Unternehmen wieder über ihre Quartalszahlen berichten, was den Fokus der Anleger wieder stärker auf die fundamentalen Unternehmensdaten richten sollte. Die Qualität der Unternehmenszahlen dürfte den weiteren Verlauf der Aktienmärkte wesentlich beeinflussen. Aufgrund der guten konjunkturellen Entwicklung der vergangenen Monate schauen wir der Berichtssaison positiv entgegen, weswegen wir unsere Aktienquote in Richtung 60% erhöht haben.

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