CORONA VIRUS - DIE AKTUELLE MARKTLAGE

Die Ausbreitung des Coronavirus außerhalb Chinas führte Ende Februar zu panikartigen Abverkäufen an den Aktienmärkten. Dies zeigte auch der Volatilitätsindex des S&P 500 (VIX), welcher den größten je gemessenen 1-Wochenanstieg verzeichnete. Aktienindizes wie der DAX und der S&P 500 verloren innerhalb einer Woche über 10%. Besonders sichere Häfen wie Staatsanleihen mit langen Laufzeiten und Gold erlebten indessen einen deutlichen Kursanstieg. Die Rendite 10-jähriger Bundesanleihen sank um 0,2 Prozentpunkte auf -0,61%, nahe dem Allzeit-Tief von -0,7%.

Weiterhin ist noch unklar, wie weitreichend die wirtschaftlichen Folgen des Coronavirus sind. Besonders Teile des Dienstleistungssektors werden nachhaltige Rückgänge verzeichnen müssen. Beispielsweise Freizeit- und Geschäftsreisen, die aufgrund des Virus nicht angetreten worden sind, werden nicht eins zu eins nachgeholt. Zentralbanken und Regierungen diskutieren deswegen über Konjunkturpakete zur Unterstützung der Wirtschaft. Bis diese Hilfe jedoch in den Unternehmen angekommen ist, wird es noch eine gewisse Zeit beanspruchen.

Aktuell dominiert noch die Panik der Anleger die Märkte. Erste negative Gewinnrevisionen sind bereits eingetreten und könnten sich fortführen. Jedoch sind die Reaktionen der Anleger viel stärker ausgefallen als die Revisionen selbst. Die zukünftige Entwicklung der Wirtschaft und der Märkte sowie die tatsächlichen Folgen des Virus werden sich erst nach und nach zeigen und in den neuen fundamentalen Zahlen niederschlagen.

Aufgrund der beunruhigenden Marktlage im Februar antizipierten wir eine mögliche Korrektur und blieben defensiv positioniert. Bei einigen Titeln haben wir Gewinnmitnahmen getätigt, um Liquidität für mögliche Opportunitäten vorzuhalten. Zudem hielten wir eine beträchtliche Summe an Gold und waren vermehrt in defensiven Branchen wie Versorger und Nahrungsmittelhersteller investiert. Diese Aufstellung bewahrte uns weitestgehend vor den massiven Kursrücksetzern der letzten Tage. Als die Märkte ihren Boden gefunden hatten, haben wir die Chance genutzt, einen Teil unserer Liquidität gezielt in unterbewertete Aktien zu investieren. Da allerdings das Ausmaß der wirtschaftlichen Folgen durch das Virus weiterhin unsicher ist, gewichten wir Aktien nach wie vor leicht unter.

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