MARKTKOMMENTAR OKTOBER

In den USA und der Eurozone konnte das BIP für das dritte Quartal ein Rekordwachstum im Vergleich zum Vorquartal vorweisen und somit die wirtschaftliche Erholung bestätigen. Diese Erholung spiegelt sich auch in den Quartalszahlen vieler Unternehmen wider, sodass Expertenerwartungen oftmals übertroffen wurden. Allerdings deutet der Dienstleistungssektor in Europa wieder auf einen Rückgang hin, der aus Auftragsrückgängen in Folge der steigenden Infektionszahlen und erneuten Lockdowns in Europa resultiert.
Die Corona-Situation in Europa führte entsprechend zu einer verstärkten Unsicherheit der Anleger, die sich in einem Anstieg der Volatilität bemerkbar macht. Insbesondere europäische Aktien wurden abverkauft, sodass der DAX im Oktober einen Verlust von fast 10% verzeichnete. Demgegenüber wurden Aktien aus Schwellenländern verstärkt nachgefragt, weil unter anderem die Gewinnrevisionen dieser Länder am positivsten ausfielen. Auf der Anleihenseite profitierten sichere europäische Staatsanleihen sowie bonitätsstarke Unternehmensanleihen von der zunehmenden Vorsicht unter den Marktteilnehmern.
Die Unsicherheit an den Finanzmärkten könnte mit einer Gewissheit über den Ausgang der Präsidentschaftswahl wieder abnehmen. Nichtsdestotrotz dürfte die Volatilität hinsichtlich der aktuellen Corona-Situation vorerst erhöht bleiben.
Aufgrund der bestehenden Unsicherheiten haben wir unsere Aktienquote deutlich reduziert und Liquidität aufgebaut, sodass die Aktienmarktverluste der letzten Wochen gedämpft werden konnten. Wegen der Vielzahl an Unsicherheitsfaktoren, halten wir weitere temporäre Rückschläge für wahrscheinlich. Daher bleiben wir zunächst defensiv positioniert. Sollte durch sinkende Corona-Fallzahlen und einem klaren Wahlausgang ohne gravierende Ausschreitungen wieder Sicherheit am Finanzmarkt einkehren, werden wir unsere Aktienquote durch vorselektierte Titel wieder sukzessive erhöhen, da wir aufgrund der massiven monetären Unterstützung an eine weitere Erholung der Weltwirtschaft glauben.

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